Öffentlichkeitsarbeit - Wettkampf

9. Bürgermarsch der RK Knetzgau

10.08.2019, von Jochen Enders, Knetzgau

Bild: 9. Bürgermarsch der RK Knetzgau

Foto: Matthias Russ

Siegerehrung bei den jüngsten Teilnehmern

Wie beliebt der Bürgermarsch mittlerweile bei der Bevölkerung und den Reservisten ist, zeigen die Teilnehmerzahlen die in diesem Jahr einen neuen Spitzenwert erreichten.
Bei bestem Wetter haben sich zahlreiche Mannschaften auf dem Weg gemacht, um an sieben Stationen um den Titel zu kämpfen...

Am Anfang stand die Idee, im Bereich Zivil-/ Militärische- Zusammenarbeit die Ausbildung zu vertiefen. Mittlerweile hat sich daraus ein Event der Extraklasse entwickelt, der im Veranstaltungskalender der Gemeinde Knetzgau einen festen Platz hat.
In diesem Jahr meldeten sich so viele Teilnehmer wie noch nie, so dass knapp 200 Teilnehmer in 50 Mannschaften um die Trophäen kämpften.
Das Teilnehmerfeld hätte unterschiedlicher nicht sein können, so waren die jüngsten Teilnehmer um die 6 Jahre und der älteste Teilnehmer 85 Jahre alt. Die Mannschaften waren in 4 Kategorien eingeteilt: die Kindermannschaften, die Damenmannschaften, die Herrenmannschaften und die Reservistenmannschaften. Auch bei den Reservisten gab es eine Steigerung der Teilnehmerzahl und so gingen in dem Bereich 6 Mannschaften an den Start.

Der Vorsitzende OGefr d.R. Christian Emmert und der Leitende der Veranstaltung HptFw d.R. Thomas Nicklaus haben mit ihren Kameraden und zahlreichen anderen Helfern von Feuerwehr, Roten Kreuz, Schützenverein und Wasserwacht einen interessanten und fordernden Kurs angelegt.
Start und Ziel waren das Festgelände am Vereinsheim. Die ersten Teams starteten am Morgen gegen 8:15 Uhr im Abstand von 15 Minuten. So zog sich der Wettkampf bis in den frühen Vormittag hinein.
Auf einer Marschstrecke von ca. 8km hat die RK Knetzgau 7 Stationen eingebaut, die von den Teilnehmern bewältigt werden mussten. Für die Kids sind die Stationen abgewandelt und vereinfacht worden. Die Damen- und Herrenmannschaften mussten die normalen Stationen durchlaufen und bei den Reservisten sind noch etwas härtere Maßstäbe angelegt worden.
Die Stationen waren recht anspruchsvoll und für viele galt es neue Herausforderungen zu bewältigen die den Teilnehmern einiges abverlangten.
Der Spaßfaktor kam dabei aber nicht zu Kurz.

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Foto: Matthias Russ

Treffsicherheit war an der Station 1 gefragt.
Am Schießstand mussten jeweils 3 Team- Mitglieder an den Ständen KK-Langwaffe und KK-Kurzwaffe ihr Können unter Beweis stellen. Mit jeweils 5 Schuss pro Schütze ist hier um Punkte gekämpft worden.

An der Station 2 ging es um das Thema "Erste Hilfe"
Die Teilnehmer mussten zuerst einen Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringen und einen Notruf absetzen und dann noch Fragen zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Rettung und Versorgung beantworten.

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Foto: Jochen Enders

Station 3 Gewässerquerung auf Zeit.
An dieser Station blieb fast keiner trocken...
Die Teilnehmer mussten auf Zeit und gegen den Strom eine Boje umrunden. Hier kam es nicht nur auf die Kraft an, sondern auch auf Geschick und richtige Koordination im Team, damit man auch die Boje umrunden konnte.
Nach dieser Station konnte man sich auf dem ersten längeren Marschstück ein wenig erholen.

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Foto: Jochen Enders

Der älteste Teilnehmer des Wettkampfes SU d.R. Heinz Winkelmann

An der Station 4 musste man einen Hindernislauf absolvieren.
Im Staffellauf mussten die Teilnehmer gleiten, über einen Schwebebalken laufen, ein Hindernis überspringen,
an einer Leiter auf einen Baum klettern und zum Abschluss über Autoreifen trippeln.
Damit es den Teilnehmern nicht zu langweilig wird, durften sie die Stecke mit einem großen Vorschlaghammer bewaffnet überwinden. Für die passende und lautstarke Motivation der Teilnehmer sorgte der Vorsitzende Christian Emmert persönlich.

Wieder auf der Marschstrecke, ging es zur Station "Observation im Gelände"
Die Teilnehmer mussten sich erst innerhalb kürzester Zeit verschiedene militärische Gegenstände einprägen und dann
in einem vorgegebenen Geländeabschnitt die Teile finden, auf einem Foto mit Koordinatensystem die Teile zuordnen und benennen.

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Foto: Jochen Enders

An der Station 6 galt es einen Verwundeten in einer Gefechtssituation zu bergen.
Das Team musste auf 3 verschiedenen Etappen einen Verwundeten bergen und evakuieren. Das Ganze konnten die Teilnehmer mit purer Muskelkraft machen, oder mit zur Verfügung gestellten Hilfsmittel.
Im ersten Abschnitt konnte der Verwundete noch normal durch das Gelände transportiert werden. Im 2 Abschnitt musste der Transport dann gedeckt und im Laufschritt erfolgen. Doch es folgte noch eine Steigerung. Unter simulierten "Beschuss" musste der Verwundete in tiefster Gangart auf dem Reststück ins Ziel gebracht werden. Auf allen 3 Teilabschnitten war außerdem noch die Art der Verwundung des Verletzten zu beachten.

Die letzte Station auf der Strecke war die Station der Feuerwehr.
Hier musste auf Zeit ein Schlauchwagen auf einer vorgegebenen Strecke befördert werden und eine Schlauchstrecke für den "Angriffstrupp" gebaut werden. Außerdem mussten unter einem Hindernis hindurch, eine Erwachsene Person, ein Kleinkind und ein Kanister mit brennbarer Flüssigkeit aus dem Gefahrenbereich geborgen werden. Erschwert wurde das Ganze dadurch, dass die Teilnehmer den Feuerwehrhelm tragen mussten und den Atemschutzgerätesatz.

Nachdem alle Teilnehmer den Marsch beendet haben und die Veranstalter die Auswertung vorgenommen haben, kam es zur Siegerehrung durch den Vorsitzenden Christian Emmert und seinem Stellvertreter und Leitenden der Veranstaltung, Thomas Nicklaus.
Die Beiden hoben nochmals hervor, dass sie positiv von der Resonanz und der großen Teilnehmerzahl überrascht waren und das gerade auch bei den Reservisten eine Steigerung um "600%" erreicht worden ist. Nachdem im letzten Jahr nur eine Mannschaft teilgenommen hat waren es in dem Jahr schon 6 Mannschaften. Man würde sich aber durchaus über noch mehr teilnehmende Kameraden freuen.
Die beiden bedankten sich mit einem kleinen Präsent bei der Vertreterin vom Verband, Petra Wendler-Zinner für die hervorragende Unterstützung.
Außerdem bedankte sich Thomas Nicklaus noch einmal bei der FFW Knetzgau, dem Schützenverein Knetzgau, der BRK- Bereitschaft Knetzgau, der Wasserwacht Gruppe Sand/Zeil und allen Mitgliedern und Helfern die zum Gelingen des Events beigetragen haben.

Einen ganz besonderer Dank ging auch an dem anwesenden Vertreter der Bundeswehr - dem FwRes, StFw Markus Eckert.
Ohne die gute Zusammenarbeit und seiner hervorragenden Unterstützung hätte man manche Stationen so nicht durchführen können.

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Foto: Matthias Russ

Die Siegermannschaft bei den Reservisten - die RK Markteinersheim

Folgende Platzierungen gab es:

Reservisten:
1. Platz: RK Markteinersheim
2. Platz: RK Zeil 1
3. Platz: RK Unterpreppach
4. Platz: RK Tiefenellern
5. Platz: RK Schallfeld
6. Platz: RK Waigolshausen

Damen:
1. Platz: Band of Mothers
2. Platz: The Running Gag
3. Platz: Die fleißigen Bienchen

Herren:
1. Platz: Die Kampfschweine
2. Platz: Vodahemmamalford
3. Platz: Die Alten Herren

Bei leckerem Spanferkel, Bier und anderen Köstlichkeiten ging es dann zum gemütlichen Teil über.
Bei guter Live-Musik ging die Feier noch bis in den späten Abendstunden.
Die Veranstalter freuen sich jetzt schon auf die Jubiläumsausgabe im nächsten Jahr und laden hierzu schon recht herzlich ein!
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