Militärische Ausbildung

Dreifrankenstein Wettkampf 2019

06.07.2019, von Jochen Enders, Schlüsselfeld - Heuchelheim

Die Wettkampfmannschaft der RK Waigolshausen aus der Kreisgruppe Schweinfurt-Hassberge hält die Fahne für den Bezirk Unterfranken hoch.
Beim diesjährigen Dreifrankenstein-Wettkampf in Schlüsselfeld / Heuchelheim der vom Bezirk Oberfranken ausgetragen worden ist, ging die Wettkampfmannschaft der RK Waigolshausen mit dem Ziel ins Rennen, nach einem Platz im Mittelfeld aus dem Vorjahr, in diesem Jahr ein Platz im vorderen Mittelfeld zu belegen.

Die Mannschaft bestehend aus den Stabsunteroffizieren Jochen Enders, Christian Schmitt, Markus Weigand und den HG Michael Geiling von der RK Knetzgau stellte sich einen Rundkurs von ca. 9km auf dem dann 7 anspruchsvolle Stationen zu bewältigen waren. Eingebettet war der Wettkampf in eine militärische Lage. Nach Bekanntgabe der Lage am Dorfgemeinschaftshaus sind die Mannschaften zu ihren Startpunkten transportiert worden.

Start war an der Station „Uxo-Pfad – Kampfmittelmeldung“ Hier traf man während des Gefechtsmarsches auf einen gegnerischen Soldaten, der einen Sprengsatz deponieren wollte. Nach kurzer Einweisung des Trupps durch den Truppführer und Verteilung der verschiedenen Aufgaben musste der Sprengsatz identifiziert werden und dann eine Kampfmittelmeldung an den Gefechtsstand abgesetzt werden. Danach ging es zur nächsten Station mit dem Thema „Waffendrill“. Hier musste das Team - auf Zeit, aus zwei Waffenkisten die richtigen Bauteile für die Pistole P8, das Gewehr G36 und das MG 3 heraussuchen, schnellstmöglich zusammensetzen, Funktionsüberprüfung durchführen und dann die Waffe Teilladen und Sichern. Erschwert wurde das Ganze durch zusätzliche Bauteile in den Waffenkisten, die nicht zu den Waffen gehörten.

In Anschluss kam die Doppelstation „San- Ausbildung“ Zuerst musste aus dem Gefechtsmarsch heraus eine verletzte Person versorgt werden, ein Notruf und eine Meldung abgesetzt werden und der Verletzte zum Abtransport vorbereitet werden. Im 2. Teil der Station musste ein Verwundeter auf einer Trage von den 4 Teilnehmern über eine vorbestimmte Strecke schnellstmöglich transportiert werden. Hier wurde von unserer Wettkampfmannschaft eine Spitzenzeit vorgelegt.

Der Marsch führte das Team dann wieder zurück zum Dorfgemeinschaftshaus. Erste Station war hier die Station „Zivil- Militärische- Zusammenarbeit – Sandsackbefüllung“. Es ist hier eine Hochwassersituation simuliert worden und die Teilnehmer mussten in einer vorgegebenen Zeit so viele Sandsäcke wie möglich befüllen und zu einem Schutzdamm aufstapeln.

Danach ging es etwas ruhiger zu. An der Station „Sicherheitspolitik“ waren mal nicht die körperlichen Fähigkeiten sondern die geistigen Fähigkeiten gefragt. Es gab hier eine Reihe von Fragen zur aktuellen Sicherheitspolitik und zur Lage der Bundeswehr die zu beantworten waren.

Nach einer kurzen Verpflegungspause marschierten wir weiter zur Station „Handgranatenwerfen“. In Gefechtsformation näherten wir uns einen eigenen Alarmposten der uns in die Lage vor Ort eingewiesen hat. Wir mussten uns dort unerkannt einen Versteck von irregulären Kräften nähern und dann die verschiedenen Ziele mit Handgranaten bekämpfen.

Nachdem auch diese Station erfolgreich gemeistert worden ist, ging der Marsch weiter zur letzten Station mit dem Thema „Karte & Kompass“. Hier musste das Team ebenfalls wieder in einem festgelegten Zeitraum Entfernungen ermitteln, Geländeskizzen erstellen, Ziele anhand der Koordinaten oder Marschkompasszahl ermitteln und die Marschkompasszahl anhand verschiedener Vorgaben ermitteln.

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Foto: Jochen Enders

Restaurierte Bell UH-1

Nachdem dann alle Stationen bewältigt worden sind, ging es zurück zum Dorfgemeinschaftshaus. Hier wartete man dann im gemütlichen Rahmen bei Bratwurst, Steaks, Bier oder alkoholfreien Getränken auf die Ergebnisse und die Siegerehrung. Die Zeit konnte man sich auch dadurch verkürzen in dem man Fahrzeuge und einen Hubschrauber besichtigte, die von zwei Reservisten in Eigenleistung wieder restauriert worden sind.

Bild:

Foto: Jochen Enders

Weiteres militärisches Großgerät

Dann kam es endlich zur Siegerehrung bei der dann mit großer Freude der 2. Platz für unsere Wettkampfmannschaft gefeiert werden konnte. Man hatte also das angepeilte Ziel erreicht und die Erwartungen mehr als erfüllt. Das Ganze erfüllte uns umso mehr mit Stolz, da wir uns als einzige Mannschaft aus unserem Bezirk gegen Mannschaften aus den anderen beiden Bezirken durchsetzen konnten.

Fazit: Es waren zwar im Gegensatz zum Vorjahr einige Mannschaften weniger am Start, was die Aufgabe aber nicht leichter machte weil die Stationen noch anspruchsvoller waren als im Vorjahr. Es ist Schade, dass nicht mehr Mannschaften aus unserem Bezirk teilgenommen haben – vor allem weil unser Bezirk im nächsten Jahr den Wettbewerb durchführen wird. Die Organisation und die Auswahl der Themen waren hervorragend und die Teilnahme hat uns großen Spaß gemacht – wir sind stolz auf unseren 2. Platz!